10 Romantische Filme für euren DVD-Abend

Eines vorneweg: Wer sich mit romantischen Filmen nicht viel anzufangen weiß, der wird wohl auch durch diese Liste nicht bekehrt werden. Wer hier jedoch eine Liste der letzten Kassenschlager im Rom-Com (Romantic Comedy/Romantische Komödie) Bereich vermutet, der sollte vielleicht doch einen genaueren Blick auf meine Auswahl werfen.

Ich behaupte an dieser Stelle jetzt einfach mal ganz dreist, dass ich ein anspruchsvoller Filmromantiker bin, der sich nicht damit zufrieden gibt, zwei hübschen Hauptdarstellern bei belanglosen Dialogen und minutenlangem Rumgeknutsche zuzusehen.

Nein, für mich muss ein romantischer Film, wie schon der Titel dieses Blogbeitrags verrät, „viel Herz und Gefühl“ mitbringen… im übertragenen Sinne könnte man auch sagen, dass ich mir vom Drehbuchautor und vom Regisseur eine Story erwarte, bei der man so richtig mitfiebern möchte (selbst, wenn das Ende der Handlung vielleicht schon zu Beginn gewissermaßen absehbar ist). Außerdem gehören für mich zu einem guten Liebesfilm exzellente schauspielerische Leistungen, denn kaum ein Genre verzeiht mittelmäßige Performances weniger.

Hier sind also meine 10 romantischen Filmtipps. Ich gebe ganz bewusst nur einen groben Überblick über den Film, ohne zu viel von der Handlung preiszugeben – ich will euch ja den Spaß nicht schon vorab verderben 😉

  • Pride & Prejudice (1995)
    Die wohl berühmteste Verfilmung des Klassikers von Jane Austen mit Jennifer Ehle und Colin Firth in den Hauptrollen ist eigentlich kein Film, sondern eine TV-Miniserie, und besteht aus 6 Episoden à 55 Minuten. Wer den Roman gelesen hat, der muss diesen Film gesehen haben. Keine der übrigen Varianten nimmt sich der Erzählung mit einer vergleichbaren Liebe zum Detail und zur Handlung an. Ohne langatmig zu werden, entspinnt sich die Geschichte um den reichen Mr. Darcy und die Protagonistin Elizabeth Bennet im gemächlichen Tempo, sodass der Zuseher langsam, aber dafür umso tiefer in die Ära der Regency Epoche (19. Jahrhundert in England) eintaucht.
    Kurzbeschreibung (laut Amazon):
    „Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass ein Junggeselle, der im Besitz eines schönen Vermögens ist, unbedingt eine Frau braucht.“
    Diese simple Wahrheit scheint sich zu bestätigen, als in Meryton zur Freude der dortigen Gesellschaft und aller unverheirateten Frauen zwei vermögende Junggesellen auftauchen. Besonders die Familie Bennet, die mit fünf Töchtern gesegnet ist, setzt große Hoffnungen darauf, dass eine ihrer Töchter das Herz eines der beiden Gentlemen erobern kann. Zunächst bestätigt Mr. Bingley diese Hoffnungen, doch Mr. Darcy scheint ein unnahbarer und arroganter Gentleman zu sein, der besonders Elizabeth, die zweitälteste Tochter, mit seiner Missachtung verfolgt. Bestärkt durch sein Verhalten und einige unerfreuliche Dinge, die sie über ihn erfährt, weist sie ihn ab. Doch ihre Wege kreuzen sich immer wieder und nicht alles ist so, wie es scheint…
  • North & South (2004)
    Für meine Nummer 2 bleiben wir noch in England und bei TV-Miniserien, allerdings begeben wir uns in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts ins Zeitalter der zunehmenden Industrialisierung. Die Produktion besticht vor allem mit ihrem stimmigen Gesamtkonzept – tolle Schauspieler, ein sehr originalgetreues Drehbuch, das kaum jemals von Elizabeth Gaskell’s Roman abweicht, ein wunderbarer Soundtrack, herrliche Sets und liebevoll entworfene Kostüme. Genuss pur für Fans von Liebesfilmen aus längst vergangenen Zeiten. Besonders der männliche Hauptdarsteller (Richard Armitage) ist wohl spätestens seit seiner Rolle als Zwergenprinz Thorin Eichenschild in der Verfilmung von „Der Hobbit“ auch hierzulande kein Unbekannter mehr.
    Kurzbeschreibung (Amazon):
    Die junge Margaret Hale wächst ganz behütet im Süden Englands auf. Als Pfarrerstochter genießt sie einige Privilegien. Doch von einem Tag auf den anderen bricht ihr Vater plötzlich mit der Kirche und gibt seine Stelle auf. Der Familie bleibt nichts weiter übrig, als ihm in die nordenglische Industriestadt Milton zu folgen. Margaret kann sich mit der neuen Umgebung nur schwer abfinden. Die sozialen Unterschiede sind hier überdeutlich und sie kann das tägliche Elend der Arbeiterfamilien kaum mit ansehen. Deshalb entschließt sie sich, für diese Menschen zu kämpfen. Ihr erklärter Feind ist der Fabrikbesitzer John Thornton. Zunächst versucht sie noch, vernünftig mit ihm über die Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu reden, doch er schenkt ihr kein Gehör. Trotzdem ist er beeindruckt von ihrem unbezähmbaren Temperament. Auch Margaret muss ihm Respekt zollen, als sie mehr über seine Vergangenheit erfährt, die ihn zu so einem rigorosen und scheinbar umbarmherzigen Mann gemacht hat…
  • Pocahontas (1995)
    Ich gestehe – ich finde Disney einfach großartig. Was haben wir als Kinder gelitten, als Simba seinen toten Vater in „König der Löwen“ beweinte? Oder Bambi verzweifelt seine Mutter suchte? Das Thema Liebe und Romantik spielt bekanntermaßen in (fast) jedem Disneyfilm eine zentrale Rolle. Ganz besonders deutlich erkennt man das bei Pocahontas. Jetzt mal ehrlich: eine Liebe in bester Romeo-und-Julia-Manier, die eigentlich nicht sein darf, dazu herrliche Musik und liebenswerte Nebencharaktere wie der verfressene Waschbär Meeko – das sind die perfekten Zutaten für einen Film zum Dahinschmelzen.
    Kurzbeschreibung (Amazon):
    Abenteuerlustig streift die Häuptlingstochter Pocahontas mit ihren witzigen Freunden, dem ewig hungrigen Waschbären Meeko und dem frechen Kolibri Flit, durch die Wälder. Unbeschwert genießen sie ihre Freiheit, bis sich eines Tages plötzlich alles ändert. Die Trommeln rufen alle Indianer des Stammes der Powhatan zusammen Ein Schiff hat in ihrer Bucht angelegt! Goldgierige Fremde aus dem fernen England betreten das Ufer – und damit treffen zum ersten Mal zwei Welten aufeinander. Nur Pocahontas und der tapfere John Smith haben den Mut, einzugreifen und einen Kampf zu verhindern. Werden sie es gemeinsam schaffen, Pocahontas Volk zu retten?
  • Avatar (2009)
    Mit Avatar haben wir gewissermaßen die „Erwachsenenversion“ von Pocahontas – für alle, die Disney zwar gut finden, sich aber nie trauen würden, das öffentlich zuzugeben. Als einer der ersten durchgehend in 3D-Technik gedrehten Filme ist das monumentale Epos von Regisseur James Cameron (der mit Titanic übrigens für einen weiteren Liebesfilm-Klassiker verantwortlich zeichnet) längst eine Legende. Eine Fortsetzung als Trilogie ist geplant, laut IMDb werden die Filme 2016, 2017 und 2018 in die Kinos kommen. Was mir übrigens besonders gut an Avatar gefällt: Es ist keine Liebesgeschichte im klassischen Sinn. Zwar verlieben sich die Protagonisten Jake und Neytiri ineinander, aber im Fokus steht die Liebe eines naturverbundenen Volkes zu ihrem Heimatplaneten. Regt zum Nachdenken an!
    Kurzbeschreibung (Amazon):
    Die Handlung spielt im Jahr 2154. Die Erde ist durch endlosen Raubbau ökologisch am Ende. Die Ausbeutung hat sich auf fremde Welten verlagert. Auf dem sechs Millionen Lichtjahre entfernten Mond Pandora hat man massive Vorkommen eines besonders wertvollen Rohstoffes entdeckt. Doch Pandora ist bewohnt. Die in ihrer spirituellen Verbundenheit an uns vertraute Ureinwohner erinnernden Na´vi leben dort im Einklang mit der unberührten Natur. Ein gross angelegtes Projekt unter der wissenschaftlichen Führung von Dr. Grace Augustine (Sigourney Weaver) soll nun den Kontakt zu den Na´vis intensivieren um schliesslich eine Umsiedlung vorzubereiten. Zu diesem Zweck benutzt man gentechnisch hergestellte Avatare die mittels telepathischer Technologie kontrolliert werden und in der für Menschen giftigen Atmosphäre Pandoras überleben können. Unter die missionarisch agierenden Wissenschaftler wird auch der Avatar des querschnittsgelähmten Ex-Marines Jake Sully (Sam Worthington) eingeschleust um die Na´vi zu infiltrieren. Doch mag auch Jakes Körper gebrochen sein, sein Herz ist es nicht. Je mehr er über das Urvolk erfährt desto mehr beginnt er ihre Kultur und ihr spirituelles Wesen zu verstehen – und zu lieben.
  • Wie ein einziger Tag (orig. „The Notebook“, 2005)
    Wenn man das extrem kitschig geratene Cover der DVD betrachtet, erhält man leider einen völlig falschen ersten Eindruck von diesem wunderschönen Liebesfilm. Hätte ihn mir nicht eine liebe Freundin zum Geburtstag geschenkt – mit den Worten „Das ist der perfekte Liebesfilm für dich“ – hätte ich diesen Schatz sicher noch lange nicht entdeckt. Die Story ist relativ simpel, aber mit einer gewaltigen Portion an Charme erzählt – und auch die schauspielerische Leistung überzeugt voll und ganz. Dabei mag ich Ryan Gosling normalerweise gar nicht so besonders…
    Kurzbeschreibung (Amazon):
    Ein Mann liest in einem Pflegeheim einer unter Alzheimer leidenden Frau Geschichten aus einem alten Notizbuch vor. Diese erzählen von der Liebe zwischen Noah und Allie, Teenager unterschiedlicher Herkunft, die sich um 1940 in einem Küstenstädtchen in North Carolina kennen lernen, durch den Zweiten Weltkrieg getrennt werden, doch in der Überzeugung, füreinander bestimmt zu sein, schließlich wieder in die Heimat zurückkehren. Doch zunächst hat das Schicksal getrennte Wege für sie vorgesehen.
  • Alles eine Frage der Zeit (orig. „About Time“, 2013)
    Es gibt Filme, bei denen mich schon der Trailer dermaßen in seinen Bann zieht, dass ich alle Hebel in Bewegung setze, um sie auch ja nicht im Kino zu verpassen. Ein vielversprechender Cast, Romantik, Zeitreisen – kurzum: Ich war sofort Feuer und Flamme. An dieser Stelle sei gesagt, dass ich selten mit einem dermaßen schönen Gefühl von Wärme, Freude und Glück einen Kinosaal verlassen habe.
    Kurzbeschreibung (Amazon):
    Nach einer wieder mal sehr frustrierenden Silvesterparty gesteht Tims Vater, dass alle männlichen Verwandten der Familie die Fähigkeit besitzen, die Gesetze der Zeit aufzuheben. Bald darauf begegnet Tim in London der schönen, aber zurückhaltenden Mary. Die beiden verlieben sich, doch durch eine Zeitreise ergibt sich plötzlich, dass er Mary nie begegnet ist. Erst später lernen sie sich – erneut – zum ersten Mal kennen. Nach einem dritten „ersten Mal“ und etlichen strategisch geplanten Zeitreisen gelingt es Tim, Marys Herz zu erobern. Aufgrund seiner magischen Gabe inszeniert Tim den perfekten Heiratsantrag, verhindert auf der Hochzeit die unerträgliche Ansprache seines Trauzeugen, rettet seinen besten Freund vor der beruflichen Katastrophe und liefert seine hochschwangere Frau schließlich trotz des chaotischen Verkehrs auf der Abbey Road gerade noch rechtzeitig im Krankenhaus ab. Dennoch merkt Tim bald, dass er seine Familie auf den gefährlichen Zeitreisen vor Leid und Trauer nicht bewahren kann, weil sie zum Leben eben dazugehören.
  • Die Schöne und das Biest (orig. „La belle et la bête“, 2014)
    Ich war zwar schon aus beruflichen Gründen mit dieser Neuverfilmung des französischen Volksmärchens „La belle et la bête“ in Kontakt gekommen, aber erst, als ich die Filmkritik des Radiosenders FM4 hörte, wusste ich, dass ich mir diesen Streifen auf gar keinen Fall entgehen lassen darf. Ich erinnere mich noch an die Schlussworte des Kritikers: „Wie eine Buttercremetorte. Von allem viel zu viel und trotzdem kann man nicht aufhören.“ Viel treffender könnte man es nicht formulieren – und darum versuche ich es auch gar nicht. Nur soviel: Unbedingt das französische Original ansehen, sofern ihr die Sprache sprecht – einfach magisch!
    Kurzbeschreibung (Amazon):Ein Kaufmann verliert sein Vermögen und muss mit seinen sechs verwöhnten Kindern aufs Land ziehen. Nur die naturverbundene Belle ist glücklich darüber. Der geplagte Mann gerät in ein Unwetter und in ein verwunschenes Schloss. Auf dem Rückweg pflückt er eine Rose für Belle. Der Besitzer des Schlosses, eine Bestie, ist wütend, verurteilt ihn hart, lässt ihn sich aber von seiner Familie verabschieden. Die mitfühlende Belle fasst sich ein Herz und kehrt an der Stelle ihres Vaters ins Schloss des Ungeheuers zurück.
  • Moulin Rouge (2001)
    Wer sich mit Musical-Filmen nichts anzufangen weiß, der sollte von Moulin Rouge lieber die Finger lassen, denn hier wird wirklich viel gesungen. Ich hätte damals weder Ewan McGregor noch Nicole Kidman eine derart beeindruckende Singstimme zugetraut, allerdings haben die beiden tatsächlich alle Songs selbst gesungen und dafür extra Gesangsunterricht genommen, der sich bezahlt gemacht hat. Ein buntes, opulentes Werk, das den Zuseher nach Paris entführt – und wo könnte es so richtig romantisch werden, wenn nicht in der Stadt der Liebe?
    Kurzbeschreibung (Amazon):
    Christian, ein vom Land nach Paris gekommener Schriftsteller, verliebt sich auf den ersten Blick in Satine, Star des Moulin Rouge und Kurtisane mit den Träumen von einer Karriere als Schauspielerin. Indem Satine sich einem reichen Duke hingibt, soll die Finanzierung eines Theaterstücks im Moulin Rouge gesichert werden.
  • Die Frau des Zeitreisenden (orig. „The Time Traveler’s Wife“, 2009)
    Als ich hörte, dass einer meiner Lieblingsromane verfilmt werden sollte, war ich zunächst extrem skeptisch. Ich hatte das Buch bereits 2005 regelrecht verschlungen und besonders die verworrene Storyline und die einzigartigen Protagonisten machten für mich den unvergleichlichen Charme der Geschichte aus. Beides erschien mir für einen Film zu komplex – und dennoch gehört „Die Frau des Zeitreisenden“ heute zu meinen absoluten Lieblingsfilmen. Besonders Eric Bana als Henry de Temble ist ein Traum!
    Kurzbeschreibung (Amazon):
    Als die Mittzwanzigerin Clare (Rachel McAdams) auf Henry (Eric Bana) trifft, schlägt der Blitz ein. Doch die beiden kennen sich bereits. Als sechsjährige trafen sie schon einmal aufeinander. Das Verblüffende: Henry scheint seitdem nicht gealtert zu sein. Die Aufklärung: Er leidet unter einer seltenen Krankheit, einem genetischen Defekt, der dazu führt dass Henry immer wieder wie ein Epileptiker Anfälle erleidet und kurz darauf verschwunden ist. Nur die Kleidungsstücke bleiben zurück. Er taucht dann für Minuten, Stunden oder Tage in der Vergangenheit oder der Zukunft auf. Auf der Liebesgeschichte zwischen den beiden lastet also eine schwere Hypothek. Wer will auf Dauer schon mit einem Mann zusammen sein, der immer wieder verschwindet und von dem man nie genau weiss wann und wo er wieder zurückkehrt?
  • Der große Gatsby (orig. „The great Gatsby“, 2013)
    Irgendwie ist es nicht weiter verwunderlich, dass ein Film mit Leonardo di Caprio auf dieser Liste landet. Es gibt einfach ZU viele romantische Filme mit ihm, als dass man ihn ignorieren könnte. Die Romanverfilmung „Der große Gatsby“ habe ich erst kürzlich gesehen, nachdem mein Bruder darauf bestanden hatte, den Film anzusehen. Der Film gleitet immer wieder in eine Art surreale Traumwelt ab und geizt nicht mit üppigen, aufwändigen Animationen. Interessanterweise unterstreichen jedoch gerade diese künstlichen Szenen die Handlung auf eine unerklärliche Art und Weise. Der atmosphärische Höhepunkt war für mich erreicht, als dann noch Lana del Rey’s „Young and Beautiful“ erklang. Ganz großes Kino!
    Kurzbeschreibung (Amazon):
    Als neuer Nachbar des unter mysteriösen Umständen zu Reichtum gekommenen Aufsteigers Jay Gatsby erlebt der junge Broker Nick Carraway 1922 Glanz und Elend des amerikanischen Traums. In nur fünf Jahren ist Gatsby ganz oben angekommen, feiert rauschende Feste, deren Faszination auch Carraway erliegt. Doch der Glanz des neuen Königs von Long Island ist nur Tarnung für einen einsamen Mann, der versucht, seine große Liebe Daisy zurückzuerobern, die sich vor Jahren für einen anderen Mann und sein Geld entschied.

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