Peter Hollens – Mit A cappella zum Youtube-Phänomen

© Peter Hollens

© Peter Hollens

Ich muss zugeben, dass ich einen Moment nachdenken musste, ehe ich mich dazu durchgerungen hatte, diesen Beitrag zu schreiben. Nicht etwa, weil ich mir nicht sicher war, ob ich die Musik von Peter Hollens mag – ich liebe liebe LIEBE seine A cappella Kompositionen!

Ich habe mir jedoch vorgenommen, euch auf meinem Blog nur Musik vorzustellen, die hierzulande noch nicht allzu bekannt ist – Insider-Tipps, sozusagen. Jetzt stelle ich euch eine Frage: Kann man bei einem Artist, dessen YouTube-Kanal über ganze 836.000 Abonnenten verfügt, überhaupt noch von einem „Geheimtipp“ sprechen?

Als ich so nachgedacht habe, habe ich natürlich auch überlegt, wie ich eigentlich selbst auf Peter Hollens aufmerksam geworden bin. Ich glaube, ich bin damals über ein anderes Video zu seiner Interpretation von Misty Mountains (aus dem Soundtrack zu „The Hobbit“) gelangt. Naja – was soll ich sagen? Ich habe direkt danach noch viele weitere Videos angesehen, den Kanal auf der Stelle abonniert und seitdem auch kein neues Video verpasst.

Es kommt bei mir tatsächlich nicht alle Tage vor, dass mich ein Künstler derart begeistert. Und schon gar nicht jemand, der eigentlich hauptsächlich mit Coversongs arbeitet. (Mittlerweile gibt es mit „Ashland’s Song“ auch eine Eigenkomposition von Peter Hollens.) Die Arrangements von Peter Hollens sind jedoch so vielschichtig und liebevoll gemacht, dass selbst eher einfach gestrickte traditionelle Folksongs wie z.B. „Scarborough Fair“ zu Nummern werden, die man immer wieder hören will.

Peter Hollens

© Peter Hollens

Ein weiterer spannender Faktor bei Peter Hollens sind seine Kooperationen mit anderen Musikern (größtenteils ebenfalls bekannt durch YouTube), z.B. Stargeigerin Lindsey Stirling, Madilyn Bailey oder Mike Thompson. Mein persönlicher Favorit war eine Zusammenarbeit mit der in Mexiko beheimateten Malukah (die besonders für ihre Interpretation von „The Dragonborn Comes“, dem Titelsong des PC-Games „Skyrim“ bekannt ist), bei der eine großartige Cover-Version des Soundtrack-Songs „Baba Yetu“, Gamern bekannt aus dem rundenbasierten Strategiespiel „Civilization IV“, enstand.

Zum am 28. Oktober erschienen Album von Peter Hollens ist zu sagen, dass darauf nicht allzu viele Überraschungen für treue Abonnenten des YouTube-Kanals warten. Neben einigen Folksongs wurden auch ein paar der beliebtesten Covers, z.B. „I See Fire“, draufgepackt. Mit „I Still Haven’t Found What I’m Looking For“ und „Hallelujah“ finden sich dann aber doch noch zwei Songs auf dem Album, die bis dato exklusiv dort zu finden sind. Außerdem gibt es noch zwei weitere Kollaborationen, die zum jetzigen Zeitpunkt nur Album-Käufern zugänglich sind, aber mehr wird hier jetzt nicht verraten 😉

Hier noch kurz und bündig meine Top 3 Songs von Peter Hollens:

  1. The Parting Glass (Traditional)
  2. Photograph (Ed Sheeran)
  3. Baba Yetu feat. Malukah / Rains of Castamere (Game of Thrones)

Ich wünsche euch viel Spaß beim Reinhören – hier ist der Link zum YouTube-Kanal!

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