Tropical Islands – tropischer Kurzurlaub mitten im Spreewald

© Tropical Islands

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Das Tropical Islands hat mittlerweile sein 10-jähriges Bestehen gefeiert. Seit 10 Jahren kann man nun also bereits einen tropischen Kurzurlaub verbringen, ohne in den Flieger steigen zu müssen.

Etwa 50 Autominuten von Berlin entfernt, ragt mitten im Spreewald eine riesige Kuppel zwischen den Bäumen hervor. Sogar von der Autobahn aus ist das eindrucksvolle Bauwerk für einen kurzen Moment sichtbar, was die Vorfreude dann wenigen Kilometer vor dem Ziel nochmal ins Unermessliche steigert.

Ich muss zugeben, dass ich bei unserem diesjährigen Kurztrip bereits genau wusste, was uns erwartet. Wir waren schon 2005 für einen Tagesausflug im Tropical Islands und hatten diesen Besuch beide noch äußerst positiv in Erinnerung. Dieses Mal jedoch standen nicht nur ein paar Stunden in den Tropen an, sondern gleich zwei Tage – und eine Übernachtung obendrauf! Ich hatte diesen Kurzurlaub meinem Freund zum Geburtstag geschenkt.

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Schon bei der Ankunft war ich erneut von den Dimensionen der Kuppel beeindruckt. Hier nur ein paar Zahlen & Fakten, um euch eine Idee zu geben:

  • Die Halle gilt als größte freitragende Halle der Welt. Sie ist 360 Meter lang, 210 Meter breit und 107 Meter hoch.
  • Die Grundfläche beträgt 66.000 m², das entspricht 9 Fußballfeldern.
  • Die Freiheitsstatue könnte in der Halle problemlos stehen, der Eiffelturm immerhin liegen.

Was erwartet Urlauber im Tropical Islands?

Die Frage müsste eher lauten: Was gibt es hier nicht? Prinzipiell besteht der Badebereich aus einer Erlebnis- und einer Sauna-Landschaft.

Die Erlebnis-Landschaft

Die Erlebnis-Landschaft ist in drei große Bereiche und mehrere kleinere unterteilt. Zunächst hätten wir da einmal die Bali Lagune mit Wasserfällen, einer kleinen Grotte und einem Wildbach. Dann wäre da noch die Südsee, wo ein Sandstrand auf die Besucher wartet. Ein Paradies für alle Sandburgen-Könige und Papa-Einbuddler 😉

Zwischen diesen beiden Bereichen schlängelt sich, so ganz nebenbei, ein über 1 km langer Pfad durch den größten Indoor-Regenwald der Welt. Neben über 600 verschiedenen Pflanzenarten gibt es hier aber noch einige tropische Reptilien und Insekten zu entdecken. Das sind jedoch nicht die einzigen Tierchen, die im Tropical Islands beheimatet sind – hier leben sogar einige Flamingos!

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    Übersicht: links die Südsee, in der Mitte der Regenwald und rechts die Bali-Lagune © Tropical Islands

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    Das Bali-Tor im Tropical Islands © Tropical Islands

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    Wasserrutschenturm in der Erlebnis-Landschaft © Tropical Islands

Die Sauna-Landschaft

Der Saunabereich ist im Tropical Islands, wie auch sonst (fast) überall, ein FKK-Bereich. Allerdings besteht hier offensichtlich in Deutschland schon ein etwas anderer Zugang zu dem Thema, denn wirklich nackt ist man hier maximal die paar Minuten in der Sauna. Kaum verlässt man die Sauna, ist man auch schon wieder eingewickelt in sein Handtuch oder in den Bademantel – oder beides 😉 Immerhin störte sich auch niemand an unserem doch ein wenig „freieren“ Zugang, irgendwie habe ich mich aber trotzdem fast als „stiller Rebell“ empfunden, als ich die paar Meter von der Sauna zur Dusche mit meinem Handtuch lässig über eine Schulter geworfen zurücklegte.

Zu den Highlights im Sauna-Bereich: Der gesamte Bereich ist im asiatischen Stil entworfen, was ihn für mich persönlich zum schönsten Teil überhaupt macht. Neben verschiedensten Saunas gibt es auch Dampfbäder, Fußsprudelbecken, Whirlpools und sehr gemütliche Liegebereiche. Kurzum: Langweilig wird einem beim Saunieren keinesfalls! Der Aufgussplan ist vielfältig, teilweise werden auch Wunschaufgüsse durchgeführt.

Ich bin ein „geübter“ Saunagänger, habe den Aufguss im Tropical Islands jedoch nach zwei von drei Durchgängen verlassen. Allerdings war ich nicht die Einzige, die nicht bis zum Schluss durchgehalten hat. Wenn sogar mein Freund mal das Handtuch wirft, soll das schon was heißen. Ich habe mich dann dem genussvollen, aufgussfreien Schwitzen in der Inipi-Kräuter-Schwitzhütte hingegeben. Milde Hitze, herrlicher Duft nach Kräutern und schöne Musik – so lässt sich’s dann auch locker die empfohlenen 15-20 Minuten aushalten.

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    Angkor Wat – Ruhebereich und tolle Sprühnebelduschen © Tropical Islands

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    Inipi-Kräuter-Schwitzhütte, mein absoluter Lieblingsbereich © Tropical Islands

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    Edelsteindampfbad, milde Wärme und damit auch für Anfänger geeignet © Tropical Islands

Übernachten im Tropical Islands

Wer im Tropical Islands übernachten will, der muss sich zunächst einmal die Frage stellen, wie er sich seinen Aufenthalt genau vorstellt. Man kann hier nämlich zwischen Zelten, Lodges, Abenteuerlodges, Standardzimmern, Designzimmern, Mobile Homes und Ferienhäusern wählen – und wahrscheinlich habe ich in dieser Aufzählung jetzt noch etwas vergessen 😉 Kurzum – für jeden Geschmack ist hier etwas dabei.

Zelte © Tropical Islands

Zelte © Tropical Islands

Die günstigste Variante sind mit Abstand die Zelte. Allerdings hatte ich die auch von meinem ersten Besuch im Gedächtnis. Hatte sie für mich persönlich mit den Worten „auf gar keinen Fall“ abgespeichert. „Warum?“, werdet ihr euch fragen. Nicht falsch verstehen, diese Zelte sind natürlich weit bequemer, als man meinen könnte. Im Inneren verbergen sich richtige Betten, man schläft keineswegs auf einer Isomatte am Boden. Für meinen Geschmack ist aber die Distanz zum Nachbarn nicht unbedingt ausreichend. Kann mir vorstellen, dass man Schnarcher noch 3 Zelte weiter hört. Für unseren romantischen Ausflug also ein bisschen zu wenig intim.

Design Zimmer © Tropical Islands

Design Zimmer © Tropical Islands

Die stylishste Übernachtungsmöglichkeit stellen sicherlich die Designzimmer dar. Mit etwa € 300 pro Nacht sind sie aber auch eine der teuersten Optionen und schieden für mich aus Kostengründen leider aus.

Standardzimmer © Tropical Islands

Standardzimmer © Tropical Islands

Ich entschied mich schließlich für ein Standardzimmer, das auch genau diesem Bild des Anbieters entsprach – lediglich die Wandfarbe war anders, wir hatten ein Zimmer, das in Blau gehalten war. Bei unserer Ankunft warteten 2 gekühlte Flaschen Mineralwasser auf uns, außerdem war Tee und löslicher Kaffee da. Sogar mit Zitronensaft! Solche kleinen Aufmerksamkeiten liebe ich einfach…

Die Standardzimmer befinden sich in einem Anbau, also nicht direkt in der Halle, was ihnen einen weiteren Vorteil verleiht: Es ist dort unglaublich ruhig und auch angenehm temperiert (soll heißen, kühl und weniger Luftfeuchtigkeit). Einziger kleiner Minuspunkt – man kann das Zimmer tatsächlich erst um 16 Uhr betreten, da die Chipbänder, die als Schlüssel fungieren, vor dieser Uhrzeit den Übergang in den Hotelbereich und die Zimmertür nicht aufsperren. Dem Badeerlebnis tut das allerdings keinen wirklichen Abbruch, da man bei der Ankunft auch einen Spind zugewiesen bekommt. In den Spind passt praktischerweise jeder Koffer, der auch im Flugzeug als Handgepäck durchgehen würde. Somit kann man eigentlich baden gehen und das Gepäck erst später ins Zimmer bringen. Wir waren um 15 Uhr vor Ort und haben uns dann erstmal einen Überblick über alles verschafft, was fast die ganze Stunde in Anspruch genommen hat 😀

Zur Schlafqualität kann ich prinzipiell sagen, dass sie super gewesen wäre, hätte da nicht jemand vom Putzpersonal das falsche Fenster gekippt. Die Fenster verfügten bis auf ein einziges über Insektennetze – und in der Nacht habe ich auch verstanden, warum dem so ist. Leider hatten wir zwei Gelsen (Stechmücken) im Zimmer, die mich zum Fressen gern hatten 😉

Frühstück ist in der Übernachtung (die uns übrigens € 270 für uns beide gekostet hat) inbegriffen, sowie der Eintritt in den kompletten Bade- und Saunabereich an beiden Tagen. Insofern ist der Preis eigentlich echt fair. Rechnet man zwei Tageseintritte und Frühstück für zwei zusammen, liegt die Nacht nur noch etwas über € 100, was vollkommen angemessen ist.

Das Frühstück wird in Buffet-Form gereicht. Wir hatten wohl ein recht beliebtes Wochenende gebucht (in Brandenburg und Berlin waren scheinbar Herbstferien) und somit war das Tropical Islands ziemlich voll. Richtig aufgefallen ist uns das aber eigentlich nur ein einziges Mal, nämlich beim Frühstück. Um etwa 9 Uhr waren wir gerade richtig zur „Rush Hour“, was sich darin widerspiegelte, dass wir mit Müh und Not einen Platz für 2 fanden und ich auch auf einen zweiten Kaffeebecher ein paar Minuten warten musste.

Frühstücksbereich © Tropical Islands

Frühstücksbereich © Tropical Islands

Die Auswahl am Buffet hat mich dann wieder entschädigt – sowie die Tatsache, dass es richtig guten Automatenkaffee gab, aus echten Bohnen und mit schön viel Milchschaum. Ohne meinen Kaffee in der Früh bin ich einfach nur ein halber Mensch 😉

Ansonsten war von Wurst, Käse, Gemüse, Obst, Müsli, Rührei, Speck, Würstchen, Obstsalat, Joghurt, Pfannkuchen etc. etc. wirklich alles dabei, was das Frühstückerherz begehrt. Daumen hoch an dieser Stelle! Ich empfehle, mit dem Frühstück einfach bis halb 10 zu warten. Zwar hat man dann nur noch eine Stunde Zeit (Frühstück gibt’s bis halb 11), aber man spart beim Warten soviel Zeit, dass es sich allemal rentiert.

Natürlich muss man auch tagsüber nicht hungern. IMGP1235
Zahlreiche Restaurants bieten tagsüber warme Speisen und Snacks an. Wir haben davon keinen Gebrauch gemacht, nur am ersten Abend waren wir im Asian Wok House. Hatten Ente bzw. Rindfleisch mit Nudeln. Beide Gerichte waren lecker. Mein Freund meinte, es hätte noch etwas mehr sein können, für mich hätte es auf keinen Fall mehr sein dürfen.

Besonders angetan hat es mir als alter Naschkatze der Candy Shop, der im Einkaufsbereich mit seinem verführerischen Duft einfach eine magische Anziehungskraft auf mich ausgeübt hat. Das absolute Ultrahighlight – der übermannsgroße Jellybean-Spender <3

Für alle, denen baden und saunieren allein noch nicht reicht, wird außerdem noch ein Unterhaltungsprogramm angeboten, abends gibt es täglich eine Show (gegen Aufpreis) und auch tagsüber gibt es immer wieder kleinere Animationen im Südseebereich mit Tänzern und Musik. Das Tropical Islands verfügt außerdem über einen ziemlich coolen Kinderbereich (Tropino) mit elektrischen Autos, Schiffchen, Klettergerüsten usw. – wäre ich nicht schon zu groß (groß, nicht alt) für solche Sachen, hätte ich da sicherlich auch die eine oder andere Attraktion probiert 😉 Weiters gibt es noch eine 18-Loch-Minigolf-Anlage (ebenfalls gegen Aufpreis), auf der ich mich wieder einmal ziemlich blamiert habe. Spaß hat’s trotzdem gemacht!

Eine kleine praktische Info noch: Handtücher kann man gegen Leihgebühr ausborgen, wenn man – so wie wir – noch weiterreist und die nassen Handtücher dann nicht im Gepäck mitschleppen möchte. Man zahlt allerdinds einen Einsatz (€ 20/Handtuch!) und ich hatte dann den restlichen Aufenthalt ein bisschen Paranoia, dass mir jemand die Tücher mopsen könnte. Ist natürlich nicht passiert, aber ein wenig beunruhigt hat es mich dennoch.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass es uns (wieder) gut gefallen hat. Ein paar Dinge sollte man eben vorab wissen, auf die man so nicht unbedingt hingewiesen wird. Deshalb schreibe ich ja jetzt auch meinen Reisebericht und hoffe, dass für euch ein paar nützliche Informationen dabei waren. Beantworte natürlich auch sehr gern noch weitere Fragen, hinterlasst mir einfach ein Kommentar oder schreibt mir ein Mail.

Viel Spaß in den Tropen wünscht euch

Petra

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