Westirland – Top-Sehenswürdigkeiten

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    Cliffs of Moher

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    Kylemore Abbey

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    Aran Islands, Fort Dun Aengus auf Inishmore

Im Jahr 2015 wählte Lonely Planet Irland unter die Top 5 Reiseziele weltweit – somit ist spätestens jetzt klar: an der „grünen Insel“ führt kein Weg mehr vorbei.

Ich empfehle Irland seit Jahren all meinen Freunden als einmaliges Reiseziel, das nicht nur mit seiner großartigen Natur, sondern auch mit der Herzlichkeit und Offenheit der Einwohner und bodenständiger, authentischer Kultur und Gastronomie punkten kann. Ich habe Irland nicht nur mehrmals bereist, sondern auch ein halbes Jahr in der Hauptstadt Dublin gelebt und hatte daher das große Glück, über ausreichend Zeit und Möglichkeiten zu verfügen, um Irland zu entdecken und lieben zu lernen.

Westirland: wildromantische Schönheit

Ganz besonders angetan hat es mir der Westen. Hier sind meine 3 Top-Sehenswürdigkeiten in Westirland, die man auf jeden Fall besucht haben sollte:

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    Cliffs of Moher, Co. Clare, Westirland

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    Cliffs of Moher, O’Brien’s Tower am nördlichen Ende der Klippen

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    Cliffs of Moher

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    Cliffs of Moher

1. Cliffs of Moher

Nicht ohne Grund waren die Cliffs of Moher laut eines Berichts des irischen Tourismusverbandes Failte Ireland im Jahr 2013 die meistbesuchte kostenpflichtige Besucherattraktion außerhalb Dublins.

Warum kostenpflichtig? Um die Klippen tatsächlich sehen zu können, muss man Eintritt zum Visitor Center bezahlen, wo neben einem Restaurant auch ein Souvenirshop und ein kleines Museum warten. Derzeit kostet der Eintritt € 6,00 für Erwachsene. Im Eintrittspreis ist auch der Parkplatz (ohne Zeitlimit) inkludiert.

Ich war zweimal an den Cliffs of Moher, einmal im Februar und einmal im August. Obwohl die Klippen natürlich immer beeindruckend sind, kann ich einen Besuch im Sommer eher empfehlen, da sie bei schönerem Wetter mit dem dann wirklich sattgrünen Gras und dem tiefblauen Ozean ein wirklich herrliches Fotomotiv darstellen.

Ein interessantes Detail: Bei den Klippen handelt es sich nicht um die höchsten Irlands (diese befinden sich auf Achill Island, Co. Mayo), aber um die touristisch am besten erschlossenen – und immerhin erreichen sie an der höchsten Stelle 214m.

 

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    Kylemore Abbey

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    See bei Kylemore Abbey

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    Gärten von Kylemore Abbey

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    Gärten von Kylemore Abbey mit beheizbaren Glashäusern

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    Gärten von Kylemore Abbey mit Wirtschaftsgebäuden

2. Kylemore Abbey

Das mitten im Nirgendwo im malerischen Connemara (Co. Galway) gelegene Gebäude mutet zunächst wenig wie ein Kloster an, was wohl daran liegt, dass es auch nicht als Kloster erbaut wurde.

Kylemore Abbey hieß ursprünglich Kylemore Castle und wurde vom Ehepaar Mitchell und Margaret Henry in den Jahren 1867 bis 1871 erbaut. Margaret Henry verstarb leider wenige Jahre nach der Fertigstellung während einer Reise in Ägypten und hinterließ neben ihrem Ehemann auch 9 Kinder. Beigesetzt wurde sie im Mausoleum das, ebenso wie die ihr zu Ehren errichtete Kapelle, ebenfalls besichtigt werden kann. Im Besitz der Benediktinerinnen befindet sich das Schloss seit 1920.

Zur Abtei gehört außerdem noch ein wunderschöner viktorianischer Garten, den ebenfalls bereits die Henrys anlegen ließen und der über Jahre hinweg nicht nur der Erholung, sondern auch als Gemüse- und Obstgarten diente. Dank eines ausgeklügelten Konzepts verfügte der Garten über beheizte Glashäuser, in denen sogar Bananen kultiviert wurden. Zwischen dem Schlossgebäude und dem Garten verkehrt ein Shuttlebus, jedoch kann man bei guter Wetterlage auch mühelos einen kurzen Spaziergang wagen.

Ich habe auf all meinen Reisen zuvor und all meinen Reisen nach jener im Sommer 2012 nie wieder einen Ort besucht, dessen Magie mich so vollständig gefangen genommen hat. Ein Ort, der so friedvoll und wunderschön gelegen ist, dass ihm keine Beschreibung jemals wirklich gerecht werden könnte – also versuche ich es gar nicht erst.

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    Inishmore, Hauptinsel der Aran Islands

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    Aran Islands, Fort Dun Aengus auf Inishmore

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    Steinfort Dun Aengus, errichtet in der Bronzezeit

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    Mit dem Rad unterwegs auf Inishmore

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    Klippen am Steinfort Dun Aengus

3. Aran Islands

Wer Irlands Westen von seiner rauen, ursprünglichen Seite kennenlernen will, der sollte unbedingt die Aran Islands in der Bucht von Galway besucht haben. Die Inselgruppe hat eine Gesamtfläche von 51 km² und besteht aus den drei Inseln Inishmore (Hauptinsel), Inishmaan und Inisheer.

Erreichbar sind die Inseln Dank einer gut ausgebauten täglichen Fährverbindung ab Rossaveal (ca. 30-40 Minuten von Galway, es gibt einen Shuttlebus) oder Doolin. Aus eigener Erfahrung muss ich Reisende, die zu Seekrankheit neigen, vorwarnen – die See kann hier manchmal wirklich rau sein, weshalb es sich empfiehlt, dann entweder den Besuch zu verschieben oder entsprechend vorzusorgen (Medikamente).

Ich war jetzt bereits 2 Mal auf der Hauptinsel Inishmore, wobei ich beim zweiten Mal die Insel per Fahrrad erkundet habe, was ich allen Besuchern nur ganz stark ans Herz legen kann. Natürlich ist das Ganze eine Frage des Wetters, aber wenn sich die Möglichkeit bietet, sollte man sie nutzen. Es gibt kaum größere Anstiege zu bewältigen und wunderbare Fotomotive bieten sich geradezu im Sekundentakt. Alternativ kann man aber auch Pferdekutschen mieten, oder eine Tour mit dem Kleinbus machen – oder man wandert ganz einfach über die Insel… bei einer Länge von 13 km und einer Breite von 3 km ist das ja auch locker machbar.

Wer keinen Reiseproviant mitgebracht hat, muss nicht hungern – aber auf großartige Infrastruktur braucht man hier nicht zu hoffen. Vom Pier ist ein Supermarkt (Spar, gut sortiert) fußläufig erreichbar, außerdem gibt es im „Hauptort“ Kilronan (wenn man bei dem kleinen Dorf von so etwas sprechen kann) weitere gastronomische Angebote (u.A. auch eine Fast-Food-Kette – kaum zu glauben, aber die schaffen es wohl überall hin).

Gesehen haben muss man insbesondere Dun Aengus, ein halbkreisförmiges Steinfort, das direkt an den Klippen liegt und wohl schon aus der Bronzezeit stammt. Manche Historiker vermuten, dass das Fort ursprünglich kreisrund war, Teile jedoch im Lauf der Jahrtausende abgebröckelt und ins Meer gestürzt sind.

Interessanter Gedanke: Steht man innerhalb des innersten Steinwalls von Dun Aengus und blickt hinaus aufs Meer, so ist die nächste Küste, die man geradlinig erreichen würde, jene von Neufundland (Kanada) – mehrere Tausend Kilometer entfernt, versteht sich 🙂

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